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Ulrich Simons - Parkstreifen Lütticher Straße

Umstrittener Parkstreifen an der Lütticher Straße. Dabei hat die Verwaltung, die neuerdings von "Wildwuchs" spricht, die Senkrecht-Parkbuchten zwischen den Bäumen selber so festgelegt und die entsprechenden Schilder aufgehängt. // Foto: Archiv Ulrich Simons

 

09. Dezember 2020

Lütticher Straße:
Der Widerstand nimmt Formen an

Die Anwohnerinnen und Anwohner der Lütticher Straße zwischen Klemensstraße und Amsterdamer Ring haben offenbar nicht die Absicht, sich von den Grünen überfahren zu lassen.

Nur wenige Tage nach dem gescheiterten Antrag der neuen Grünen-Fraktionsvorsitzenden Melanie Penalosa in der Bezirksvertretung Aachen-Mitte, die Bürgerbeteiligung zum umstrittenene Umbau der Straße noch vor den Weihnachtstagen durchzudrücken, fanden zahlreiche Anwohner im Viertel ein Flugblatt in ihrem Briefkasten. Überschrift: "NEIN zum geplanten Umbau der Lütticher Straße".

In dem Flugblatt forderten nicht näher bezeichnete "Wir Anwohner" den Erhalt sowohl der zur Fällung anstehenden Bäume als auch der Parkplätze am Fahrbahnrand.

Zudem heißt es wörtlich: "Außerdem Wohnen in unserem gewachsenen Viertel viele ältere und zum Teil mobilitätseingeschränkte Menschen. Diese können kein Fahrrad mehr fahren und sind zu einem erheblichen Teil auf ihr Auto angewiesen."

Es folgt eine Liste von Argumenten und Forderungen gegen die umstrittene "Variante 2" der Verwaltung, die den Wegfall sämtlicher Straßenrand-Parkplätze auf der Seite mit den geraden Hausnummern zugunsten eines 2,30 Meter breiten Fahrradstreifens zur Folge hätte.

78 Stellplätze würden auf diese Weise verschwinden, während an der Ecke Hohenstaufenallee ein Neubau mit mehr als 70 Mini-Appartements in die Höhe wächst, von denen nur jedes zweite einen Stellplatz in der Tiefgarage haben wird.

 

Fast hätte es mit dem "Durchmarsch" geklappt

Die Folgen wie zugeparkte Seitenstraße, Parksuchverkehr, Be- und Entladungsprobleme vor den betroffenen Häusern, Parkprobleme für Ärzte und Pflegedienste und die Probleme mit den Grundstückszufahrten und auch die zu erwartende Kostenbeteiligung an der unerwünschten Umbaumaßnahme hatte ich bereits in meinem ersten Artikel zu diesem Thema am 7. November thematisiert.

Die Folge war ein ziemlicher Aufschrei im Viertel.

Ursprünglich hatte die Bezirksvertretung Aachen-Mitte in ihrer Sitzung am 11. November die Weichen für den Umbau stellen wollen. Am 17. Dezember sollte dann der Mobilitätsausschuss abschließend die Signale auf "grün" stellen. Die ungeplante Veröffentlichung der Details machte den Politikern einen Strich durch die Rechnung.

Wegen angeblich noch vorhandenen Beratungsbedarfs in ihrer Partei beantragte Melanie Penalosa in den Sitzung der Bezirksvertretung, die Beschlussfassung von der Tagesordnung zu nehmen. Ihrem Antrag folgten CDU und SPD. In der Tagesordnung für den Mobilitätsausschuss am 17. Dezember taucht die Lütticher Straße erst gar nicht mehr auf.

 

Nicht gegen Radfahrer und -wege, sondern gegen "übertriebene Planung"

In ihrem Flugblatt widersprechen die Verfasser noch einmal ausdrücklich der Unterstellung, sie hätten etwas gegen Radfahrer oder Fahrradwege. Ihr Protest richte sich nur gegen eine aus ihrer Sicht "übertriebene Planung".

Ihr Vorschlag: Sanierung des vorhandenen Radweges stadtauswärts, Reaktivierung des ehemaligen Radweges Richtung Innenstadt unter der "Allee" und eine Planung, die den örtlichen Gegebenheiten gerecht wird.

Die bereits reich gefüllten Unterschriftenlisten zur Durchsetzung der Forderung liegen weiterhin in der Bäckerei Mannebach, in der Praxis Physio 21, in der Physiopraxis Droudiani und in der Zahnarztpraxis Telöken aus.

Lesen Sie hier: Das komplette Flugblatt als PDF

 

Wie soll die Bürgerbeteiligung überhaupt ablaufen?

Völlig offen ist noch die Frage, wo und wie die vermutlich im Januar stattfindende Bürgerbeteiligung überhaupt über die Bühne gehen soll.

Eine Präsenzveranstaltung mit 100 oder mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmern dürfte aufgrund der aktuellen Corona-Lage ausscheiden, eine wie auch immer geartete Video-Konferenz hätte wenig mit Demokratie zu tun.

Die meisten, vor allem ältere Anwohnerinnen und Anwohner der Lütticher Straße, sind im Gegensatz zu einem Großteil der Grünen nicht als "Digital Natives" mit der Computertechnik großgeworden. Viele dürften nicht einmal einen Computer besitzen und wären bei diesem wichtigen Thema zwangsläufig ausgesperrt.

Weshalb ein Projekt, dessen Baubeginn die Stadt vor nicht allzu langer Zeit noch mit "frühestens 2022" in Aussicht gestellt hat, jetzt dermaßen übers Knie gebrochen werden muss, sollte mir bei Gelegenheit nochmal jemand erklären. Vorher muss nämlich die RegioNetz neue Leitungen verlegen, und die bekommt ja seitt einem Monat noch nicht einmal die E-Bike-Station an der Sanatoriumstraße ans Laufen.

Vielleicht hört man mal was von der neuen Oberbürgermeisterin Sybille Keupen.

Die erklärt gerade auf der Website der Stadt Aachen zum wiederholten Male, wie wichtig ihr Transparenz, Verbindlichkeit, Bürgernähe und klare Linien sind. Zitat: "Es ist so wichtig, Kontakt mit den Menschen zu halten und als Verwaltung dynamisch auf das zu reagieren, was die Bürgerinnen und Bürger gerade beschäftigt."

Da hätte sie jetzt eine schöne Gelegenheit, den Worten auch Taten folgen zu lassen.

 

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