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Web-Tipps von A-Z








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September / Oktober 2026
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Danke für all die guten Wünsche
30. September 2026 (sim) - Früher war Geburtstag irgendwie einfacher und übersichtlicher: Gute Freunde und Verwandte meldeten sich per Festnetz-Telefon, die meisten Glückwünsche schleppte der Postbote an. Die Briefe und Karten kamen auf einen großen Stapel und wurden dann im Laufe der nächsten Tage mit ein paar freundlichen Dankesworten abgearbeitet.
Und heute? Am Montag hatte ich um 9 Uhr morgens schon den Überblick verloren. Kurz nach Mitternacht war die erste SMS eingetroffen, im E-Mail-Körbchen brummte es ab Sonnenaufgang, dazwischen das Telefon, mit und ohne Draht.
Auch in den Sozialen Netzwerken ging es hoch her, nur LinkedIn hatte meinen 70. verpennt. Nicht auszudenken, wenn die auch noch alle ...
Daher sicherheitshalber schon einmal auf diesem Wege von Herzen vielen lieben Dank allen, die an mich gedacht haben, für die vielen guten Wünsche, die mich auf den verschiedensten Kanälen erreicht haben!
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Spruch des Tages
"Du wirst 70? Das sind 140 Mark!"
Iris G., Nichte und Gratulantin

Mein Archivale des Monats ...
... stammt in diesem Monat aus aktuellem Anlass nicht aus dem Stadtarchiv. Es zeigt eine undatierte Familienanzeige aus der "Aachener Volkszeitung" aus dem Jahr 1956. Dort kündigen die Eheleute Alfred und Anneliese Simons den Ausfall des monatlichen Spieleabends mit den Hausbewohnern der Bergstraße an ("Statt Karten"), weil sie wenige Tage zuvor im Marianneninstitut in der Jakobstraße erstmals Nachwuchs bekommen hatten. Da mein Geburtstag vor 70 Jahren auf einen Freitag fiel, ist die Anzeige vermutlich an einem der folgenden Samstage, also am 06. oder am 13. Oktober 1956 erschienen. Der trotz des gewissen zeitlichen Abstandes unregelmäßige Rand der ausgeschnittenen Anzeige könnte darauf hindeuten, dass sich die Feierlichkeiten damals etwas hingezogen haben.

Diesen Kaufpreis dürfen Sie wörtlich nehmen
26. September 2026 (sim) - Die erste Begegnung mit der sogenannten Zivilisation verlief ab dem 15. Jahrhundert für manchen afrikanischen Stammeshäuptling bunt und farbenfroh. Denn die Neuankömmlinge hatten säckeweise bunte Glasperlen als Tauschware im Gepäck.
Die waren in Europa, z.B. in Venedig auf der Insel Murano, günstig herzustellen und erfuhren auf der Reise in den Süden eine enorme Wertsteigerung: In vielen Teilen Afrikas galten sie als Statussymbol und Zahlungsmittel.
"So kam es zu einer extrem asymmetrischen Wertverteilung" erfahre ich im Internet bei KI. Wunderbare Formulierung. Man könnte es auch einfach "Beschiss" nennen.
Falsche Ehrung für die falsche Site
Die Geschichte fiel mir wieder ein, als mir heute Morgen eine mir gänzlich unbekannte "Natascha Donat" (in der Absenderzeile "Natscha" ohne a) vom "European Trust Award" per E-Mail vorschlug, meine Website "Buschtunnel Westportal" mit dem "European Trust Award 2026" zu dekorieren.
Eine reichlich späte Ehrung, denn abgesehen davon, dass meine Site nicht "Buschtunnel Westportal", sondern "www.buschtunnel.de" heißt, ist das Projekt seit 2007 abgeschlossen.
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Die angeblichen Benefits dieser digitalen Glasperle:
• Hochwertige Acryl-Auszeichnung für Ihre Geschäftsräume (ich hab gar keine),
• Digitales Siegel für Ihre Website und Ihr Marketing (ich vermarkte nichts),
• Lebenslange Nutzungsrechte (überschaubar, ich werde am Montag 70).
179 Euro plus MWSt. für Nix
Für den gequirlten Stuss, der angeblich auf der Analyse "öffentlich verfügbarer Kundenbewertungen" (wo haben sie die gefunden?) beruht, würden statt 979 lediglich 179 Euro plus MWSt. fällig.
"Einführungspreis."
Rechtlich dürfte den Herrschaften schwer beizukommen sein. Sie sitzen laut Impressum in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Aber wer ist so bescheuert, sich auf sowas einzulassen? Da bekommt der Begriff "Kaufpreis" eine ganz neue Bedeutung.
Nicht erst seit dieser Mail sehe ich die bunten Auszeichnungen in mancher Arztpraxis mit kritischen Augen. Und freue mich wieder mal über den Journalistenpreis der Deutschen Bahn, den ich im Jahr 2007 für meine Buschtunnel-Site erhalten habe. Der war wenigstens echt.
Und bezahlt habe ich dafür auch nichts. Ganz im Gegenteil ... |

Olympia-Bewerbung: Aachen ist aus dem Rennen
26. September 2026 (sim) - Und tschüss. Im Wettrennen um die Olympia-Bewerbung für 2036, 2040 oder 2044 hat die Region Rhein-Ruhr gegen München mit 91:50 Stimmen den Kürzeren gezogen. Berlin hatte sich schon vorher abgemeldet, weil mit der neuen politischen Mehrheit an der Spree wohl kein Staat mehr zu machen ist. Mit dem Ausscheiden von NRW sind auch die Aachener Olympiaträume geplatzt. Hier hätten die Reitwettbewerbe stattfinden sollen. Das Ergebnis war am Samstag auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes in Baden-Baden bekanntgegeben worden. // Fotomontage: Ulrich Simons

Hackländerstraße: Nichts Neues aus der "Harnröhre"
24. September 2026 (sim) - Kommentar - Vor einem Dreivierteljahr, am 05. Dezember 2025, habe ich mich in diesem Blog erstmals mit dem "Tunnel des Grauens" zwischen Hackländer- und Kasinostraße beschäftigt: Eine ekelhaft nach Urin stinkende, finstere Geisterbahn (daher auch der Spitzname "Harnröhre), die Fußgängern ernsthaft als Abkürzung auf dem Weg von Burtscheid zum Hauptbahnhof und zur Innenstadt angeboten wird.
Heute war ich nochmal da. Es hat sich nichts geändert. Infernalischer Gestank, Schummerlicht, am Aufgang zur Kasinostraße das "Schlafzimmer" eines Obdachlosen. Vor dem Matratzenlager sickerte ein Rinnsal. Regenwasser wird es wohl nicht gewesen sein.
Und das alles, obwohl gut einen Monat nach meiner Veröffentlichung die Grünen im Rat auf das Thema aufgesprungen waren und in ihrem |
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ersten Ratsantrag des neuen Jahres eine "Kurzfristige Verbesserung der Fußgängerunterführung am Hauptbahnhof" gefordert hatten. Letzter Satz, wörtlich: "Auch wenn die Zuständigkeiten zwischen Stadtverwaltung und Bahn nicht ganz geklärt sind, sollte die Situation kurzfristig mit günstigen Maßnahmen verbessert werden."
Die Betonung lag auf "kurzfristig".
Vor beinahe zehn (!) Monaten.
Vielleicht muss man sich gar nicht soviel Mühe machen, nach Gründen für die Wahlerfolge der linken und rechten Extremisten in Ostdeutschland zu suchen. Für viele Wählerinnen und Wähler ist die Flucht an den Rand auch die Konsequenz aus erlebter Untätigkeit von Politik und Verwaltung bei der Lösung simpelster Probleme im eigenen, unmittelbaren Umfeld. // Foto: Ulrich Simons |

Wiener Sprühnebel: Vielleicht auch was für Aachen?
23. September 2026 (sim) - "Der nächste Winter kommt bestimmt" warb Anfang der 1960er Jahre die Braunkohlen-Industrie ("Rheinbraun"), und empfahl, den Kohlenkeller bereits im warmen Sommer wieder aufzufüllen.
Die Zeiten haben sich geändert. Kohle ist inzwischen "bäh", und anstelle des Winters sind die Sommer (nicht nur) in Aachen zum Problem geworden.
Die Städte heizen sich gnadenlos auf, und landauf, landab sinniert man über Kühlungsmöglichkeiten nach.
Dieser Tage stieß ich in Wien auf eine besonders hübsche Idee: Da die Bauminseln in der Innenstadt offenbar über einen Wasseranschluss verfügen, damit die städtischen Mitarbeiter nicht in brüllender Hitze mit der Gießkanne von |
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Beet zu Beet eilen müssen, hat man dort elegante Edelstahl-Säulen installiert, die zur Freude der Passanten durch kleine Düsen einen feinen Wassernebel in die Fußgängerzone pusten. Da setzt sich natürlich niemand stundenlang auf die Bank, bis er patschnass ist, aber einmal zügig durchlaufen hatte durchaus einen angenehm-kühlenden Effekt. Könnte ich mir an Markt, Münsterplatz oder Elisenbrunnen durchaus vorstellen. Vielleicht liest das hier ja jemand bei der Verwaltung und macht einen Arbeitsauftrag für den Stadtbetrieb draus. Denn der nächste Sommer kommt bestimmt. // Foto: Ulrich Simons
mehr dazu: Wien ist einfach weiter |

Am 3. Oktober in Kerkrade: Alles für den Stoffwechsel
22. September 2026 - Der Name ist Programm: "Stoffenspektakel" heißt es am Samstag, 03. Oktober, wieder gleich hinter der Grenze auf dem Marktplatz in Kerkrade. Mehr als 200 Händler bauen mitten in der Stadt ihre Stände auf, es gibt (fast) alles aus Stoff in allen Farben und Preisklassen und Zubehör vom Druckknopf an aufwärts. Los geht es um 10 Uhr, und bis 16:30 Uhr können geschickte Hand-Arbeiterinnen sich mit Rohmatarial für die neue Herbst- und Winterkollektion eindecken. Wer nicht erst auf den letzten Drücker kommt, der findet in fußläufiger Entfernung einen Platz für sein Auto auf dem "Parkeerplaats Station/Discovery Museum/Miljoenenlijn". // Archivfoto: Ulrich Simons
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