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Ulrich Simons

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Fotojournalist (seit 1976)
Redakteur (1987 bis 2019)
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Aachen Neues Kurhaus

Sieht von außen nicht gerade aus wie eine Großbaustelle, ist aber eine: Im Inneren des Alten Kurhauses und späteren Spielcasinos läuft gerade der Film "Zurück in die Zukunft". Der neoklassizistische Altbau aus dem Jahr 1916 wird mit großem Aufwand fit gemacht für die Zukunft - indem der alte Zustand weitestmöglich wiederhergestellt wird. Allerdings mit modernster Technik. // Foto: Ulrich Simons

 

09. Mai 2025

Im Neuen Kurhaus sind die
Handwerker auf der Zielgeraden

Von Stefan Herrmann*

Die Revitalisierung des historischen Neuen Kurhauses läuft auf Hochtouren. Die zentralen Arbeiten werden voraussichtlich im Herbst beendet sein. Nach umfangreichen Abnahmeprozessen übernimmt dann das Eurogress. Ein halbes Jahr plant das Kongress- und Veranstaltungszentrum für die finale Herrichtung ein.

Offizielle Eröffnung des Neuen Kurhauses soll schließlich im Sommer 2026 gefeiert werden. Das wäre dann ziemlich genau 50 Jahre nach der glanzvollen Eröffnung am 02. Juli 1976, u.a. mit Weltstar Curd Jürgens. Die Stadt Aachen investiert insgesamt 58,5 Millionen Euro in die Wiederherstellung des Zustandes vor Einzug des Spielcasinos.

 

ERöfnung Spielcasino mit Curd Jürgens

Das gab's nur einmal, das kommt nie wieder: Am 02. Juli 1976 startet das Internationale Spielcasino an der Monheimsallee mit einer glanzvollen Gala. Schauspieler Günther Schramm moderiert, Sängerin Daliah Lavi wirft die erste (goldene) Kugel, und unter den Ehrengästen, die am Roulettetisch Platz nehmen, ist Schauspieler Curd Jürgens (Bild) mit seiner Frau Margie. // Foto: Archiv Ulrich Simons

 

Es liegt seit jeher prachtvoll am Eingang des Aachener Stadtparks: das Neue Kurhaus. Und bald endet der Dornröschenschlaf, in den das historische Gemäuer - nur scheinbar! - gefallen ist. Denn hinter den Mauern passiert jede Menge.

Keine Spur von Schläfrigkeit, im Gegenteil! Mit wachen Augen arbeiten dort Dutzende Handwerker*innen an der Fertigstellung des aktuell größten städtischen Bauprojekts. Die Revitalisierung des Neuen Kurhauses biegt auf die Zielgerade.

 

Neues Kurhaus - Foyer

Stilvolles neues altes Entree, wo früher die Kassen des Spielcasinos waren und die Garderoben. // Foto: Ulrich Simons

 

Über den aktuellen Baufortschritt, die Phase der Übergabe vom derzeit federführenden Gebäudemanagement an das Eurogress, das das Kurhaus in Zukunft betreiben wird, und die Eröffnungspläne berichteten Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Thomas Hissel, städtischer Beigeordneter für Wohnen, Soziales und Wirtschaft, Eurogress-Chefin Kristina Wulf und das städtische Projektleiterteam Aga Holler und Kilian Schumacher sowie Abteilungsleiterin Gabriele Hajok aus dem städtischen Gebäudemanagement im Rahmen eines Pressetermins am heutigen Freitag.

 

Ein neues Wohnzimmer für Aachen

„Aachen bekommt ein neues Wohnzimmer“, freut sich Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen. „Das Neue Kurhaus soll ein besonderer Ort für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ebenso wie für die Menschen im Umland werden. Ein Haus, in dem Feste gefeiert werden, in dem man zusammenkommt, sich trifft und austauscht und gemeinsam eine gute Zeit erlebt. Vereine können dort ihre Veranstaltungen durchführen, es werden Kongresse stattfinden ebenso wie kulturelle Angebote. Dafür steht das erfahrene Team des Eurogress, das das Neue Kurhaus betreiben wird.“

 

Neues Kurhaus - Presserundgang

"Aachen bekommt ein neues Wohnzimmer." - Mit Oberbürger*innenmeister*in Sibylle Keupen freuen sich Beigeordneter Thomas Hissel und Kristina Wulf vom Eurogress bei einem Presserundgang über den Baufortschritt. // Foto: Ulrich Simons

 

Neues Kurhaus - großer Saal

Der künftige große Ballsaal: Wo Oberbürger*innenmeister*in Sibylle Keupen im Sommer 2026 Walzer tanzen will, baumeln derzeit noch die Kabel von der Decke. // Foto: Ulrich Simons

 

Der für Wirtschaft und Eurogress zuständige Beigeordnete Thomas Hissel ergänzte: „Die Sanierung des Neuen Kurhauses ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft Aachens als Kongress- und Veranstaltungsstadt. Ich freue mich sehr über den sichtbaren Fortschritt auf der Baustelle und blicke der Übergabe an das Eurogress mit großer Zuversicht entgegen. Mit frischen Impulsen und einem modernen Angebot wird das Haus bald wieder ein lebendiger Ort für alle Aachenerinnen und Aachener – und ein neuer Anziehungspunkt für Kultur und Events."

 

Die aktuellen Bautätigkeiten im Gebäude

Viele Herausforderungen, knifflige Situationen, spannende Entdeckungen, intensive Diskussionen und Planungen in den vergangenen Jahren liegen hinter den Verantwortlichen der Verwaltung. Nun rollt das Bauprojekt gut aufgegleist Richtung Ziel.

„Im Herbst 2025 werden die Bauarbeiten im Rahmen der Revitalisierung abgeschlossen sein. Dann erfolgen umfangreiche Inbetrieb- sowie Abnahmeprozesse, anschließend übergeben wir vom Gebäudemanagement das Neue Kurhaus an das Eurogress“, erläuterte das Projektleitungs-Duo Aga Holler und Kilian Schumacher. Dies wird voraussichtlich nach dem Jahreswechsel 2025/26 geschehen.

In einer zeitintensiven Phase wurde in den vergangenen Jahren die Rohinstallationen vorangetrieben. Hier mussten im Bereich der technischen Gewerke Lüftungskanäle und die dazugehörigen großen Lüftungsgeräte, kilometerlange Elektrotrassen, Heizungs- und Kälteleitungen sowie viele Medienleitungen für die künftige Nutzung als Veranstaltungsgebäude mit viel Aufwand eingebaut werden.

 

Neues Kurhaus - Datenleitungen   Neues Kurhaus - Stromkabel

Lange Leitungen: Kilometer an Datenleitungen (links) und Stromkabeln (rechts) werden später hinter den Wandverkleidungen verschwunden sein. // Fotos: Ulrich Simons

 

Aktuell sind die sogenannten Ausbaugewerke im Neuen Kurhaus tätig. So werden die Wandoberflächen wieder aufgebracht und gestrichen. Die alten Putzflächen mussten zu Beginn der Sanierung im Rahmen einer Schadstoffsanierung nämlich fast komplett entfernt und entsorgt werden.

Die Decken werden derzeit zudem mit Abhangdecken und akustisch wirksamen Deckensegeln versehen. Die sanitären Bereiche erhalten Fliesenoberflächen. Auch in den Treppenräumen finden Fliesenarbeiten statt. In Kürze stehen Parkett- und Natursteinarbeiten an, wie die Architekten Holler und Schumacher berichteten.

 

Unterschiedlicher Ausbauzustand

Der große Saal wird in den nächsten Wochen mit Holzelementen verkleidet und erhält seinen finalen Feinschliff. Die einzelnen Räume befinden sich somit in einem unterschiedlichen Ausbauzustand. Es wird kräftig gebohrt, gepinselt und gehämmert, um das Veranstaltungshaus rechtzeitig fertigzustellen.

Dabei werden stets die Belange eines denkmalgeschützten Gebäudes gewahrt und alle Ausbauschritte mit der Denkmalpflege abgestimmt. Alles verfolgt das eine Ziel: Das Neue Kurhaus der Zukunft soll historisches Flair ausstrahlen, gepaart mit topmoderner Haustechnik. 80 bis 100 Handwerker*innen sind dafür in den Hochphasen täglich auf der Baustelle.

 

Neues Kurhaus - Ballsaal

Anspruchsvoller Spagat zwischen Denkmalschutz und modernster Gebäudetechnik. Im Hintergrund unter der Decke sind bereits die Züge für die künftige Bühnentechnik zu erkennen. // Foto: Ulrich Simons

 

Neues Kurhaus - Küche

Schon ein Stückchen weiter: In der künftigen Küche kommen bereits die Fliesen an die Wände. // Foto: Ulrich Simons

 

„Wir arbeiten in einem historischen und denkmalgeschützten Bestandsgebäude. Das stellte uns vom Planungsteam immer wieder vor neue Herausforderungen, die wir aber in bester Zusammenarbeit mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus anderen beteiligten Fachverwaltungen wie auch mit den hier tätigen Fachfirmen und Planungsbüros alle lösen konnten“, sagte Gabriele Hajok, Leiterin der Abteilung Hochbautechnisches Gebäudemanagement Neu-, Um- und Erweiterungsbauten. Die gesamte Sanierungsmaßnahme Neues Kurhaus kostet 58,5 Millionen Euro.

Neben den stattfindenden Ausbauarbeiten im Inneren des Gebäudes werden ebenfalls die Außenanlagen instandgesetzt mit Ziel, das Neue Kurhaus wieder als Teil des Kurparkes wahrzunehmen. „Die Stadt verfolgt mit der Revitalisierung des Neuen Kurhauses das Ziel, das historische Flair, das im Gebäude steckt, wiederzubeleben. Unsere Expertinnen und Experten des Gebäudemanagements arbeiten hierfür in hervorragender Weise mit den Kolleginnen und Kollegen von Denkmalpflege und Bauaufsicht zusammen“, fasste Oberbürgermeisterin Keupen zusammen.

 

2026 wird das Jahr der Eröffnung

Im Jahr 2026 übernehmen dann Kristina Wulf und ihr Team. Die Eurogress-Geschäftsführerin freut sich auf den neuen attraktiven Veranstaltungsort für Aachen. Viele Ideen und Anfragen liegen bereits in der Schublade. Ab Anfang 2026 nimmt das Eurogress-Team die veranstaltungsspezifische Herrichtung vor, macht sich mit dem Gebäude sowie der Technik vertraut und spielt die diversen Prozesse, die eine Veranstaltung begleiten, durch.

„Je näher der Fertigstellungstermin rückt, umso mehr steigt die Vorfreude bei uns. Gerade in dieser Phase, in der hinsichtlich der Innenraumgestaltung so viel passiert und so viel zu sehen ist, bekommt das gesamte Team des Eurogress große Lust darauf, dieses wunderschöne Gebäude bald zu übernehmen“, sagte Kristina Wulf im Rahmen des Baustellenrundgangs.

 

Neus Kurhaus - Blick von der Empore

Blick von der Empore: Der große Ballsaal lässt nach Entfernung der abgehängten Casino-Decke mit den Silberkettchen schon viel von seinem alten und neuen Glanz erahnen. // Foto: Ulrich Simons

 

Herzstück des Neuen Kurhauses ist hierbei ohne jede Frage der beeindruckende große Saal, der schon vor über 100 Jahren einer der angesagtesten Treffpunkte der Kur- und Kaiserstadt war. In Zukunft werden allein dort wieder Veranstaltungen mit bis zu 600 Besucher*innen stattfinden – von Kongressen über Konzerte bis zu privaten oder kommerziellen Feiern.

Und so richtet sich in diesen Tagen der Blick nach vorne und die Vorfreude aller Beteiligten steigt, das Neue Kurhaus mit einem rauschenden Fest im Sommer 2026 mit möglichst vielen Aachener*innen zu eröffnen. Diesem Tag fiebert auch Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen entgegen: „Wir werden das alte Kurleben wieder lebendig werden lassen! Ich freue mich schon darauf, hier im großen Saal den ersten Walzer zu tanzen.“

 

Neues Kurhaus - Sibylle Keupen - Aga Holler

Vorfreude: Oberbürger*innenmeister'*in Sibylle Keupen (links) im Gespräch mit Architektin Aga Holler vom städtischen Gebäudemanagement. // Foto: Ulrich Simons

 

 

Hintergrund: Ein Gebäude mit mehr als 100-jähriger Geschichte

Das Neue Kurhaus in Aachen liegt seit über 100 Jahren malerisch im Kurpark der Stadt Aachen und beherrscht die Szenerie gemeinsam mit dem angrenzenden Hotel Quellenhof sowie dem Eurogress.

Im 1916 eröffneten Kurhaus befanden sich zwei Konzertsäle, Lesesäle, Raucherzimmer, Gesellschafts- und Spielräume sowie ein Damensalon. Zu den gastronomischen Einrichtungen gehörten ein Speisesaal sowie ein Weinsalon und mehrere Kaffeeräume.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt. Nach der Wiederherstellung erfolgte am 5. Februar 1953 die Wiedereröffnung mit einer Karnevalssitzung.

Das Haus war seitdem Veranstaltungsort für Konzerte und Karnevalsevents, unter anderem auch für die Veranstaltung „Orden wider den tierischen Ernst“, bis 1976 die neugegründete Spielbank Aachen einzog. Seit dem Auszug der Spielbank im Jahr 2015 steht das Gebäude leer.

Mit der Sanierung des Neuen Kurhauses verfolgt die Stadt Aachen das Ziel, in Anlehnung an das ursprüngliche Konzept wieder eine attraktive Veranstaltungsstätte für die Bürger*innen dieser Stadt zu schaffen, den Gemeinschaftssinn zu stärken und Gemeinschaft auch leben zu können. Insofern soll die Tradition des Neuen Kurhauses wiederaufleben. Es soll ab 2026 wieder für Veranstaltungen aller Art nutzbar sein.

 

Ein aktueller Film auf dem YouTube-Kanal der Stadt Aachen zeigt den Baufortschritt: https://youtu.be/mH0ODJdFvOE

Weitere Infos zum Neuen Kurhaus: www.aachen.de/neueskurhaus

 

* Stefan Herrmann ist Mitarbeiter des Presseamtes der Stadt Aachen

 

 

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© Ulrich Simons
Redakteur (1987-2019) - Fotojournalist - Blogger

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