
Glücklicherweise nicht vom Großbrand betroffen: Das Imgenbroicher Venn. // Archivfoto: Ulrich Simons (2018) |
17. August 2026
Feuer in Venn und Hürtgenwald:
Die Emissionen sind unvorstellbar
Weil in der Zeitung bisher nichts darüber zu lesen war, habe ich mal die KI bemüht und nachgefragt:
Gibt es schon Schätzungen, wie viel CO₂
bei den Feuern im Hürtgenwald und im Hohen Venn freigesetzt wurde?
Die Antwort von Google-KI
Nein, präzise wissenschaftliche Schätzungen oder behördliche Berechnungen zu den freigesetzten CO₂-Mengen liegen aktuell noch nicht vor.
Die verheerenden Brände im Hürtgenwald (ca. 300 Hektar betroffene Fläche)
und im Hohen Venn (ca. 2700 bis 3000 Hektar betroffene Fläche)
sind gerade erst unter Kontrolle gebracht worden oder beschäftigen die Einsatzkräfte bei der Nachlöschung von Glutnestern
Exakte Daten über die CO₂-Freisetzung lassen sich aus folgenden Gründen erst mit einigem zeitlichen Abstand durch Satellitenauswertungen (z.B. via Copernicus-Atmosphärendienst) oder forstwissenschaftliche Nachanalysen bestimmen:
- Das unberechenbare „Torf-Problem“ im Hohen Venn:
Das Hohe Venn ist ein jahrtausendealtes Hochmoor und ein gigantischer CO₂-Speicher. Da das Feuer dort in die tiefen Torfschichten eingedrungen ist, schwelen diese Brände oft unsichtbar unter der Erde weiter. Da Torf extrem kohlenstoffreich ist, hängt die endgültige CO₂-Bilanz massiv davon ab, wie tief der Brand in den Moorboden eingedrungen ist, und wie lange diese Schwelbrände noch andauern.
- Verbrennungsgrad der Vegetation:
Für eine CO₂-Schätzung müssen Experten im Hürtgenwald erst untersuchen, wie viel Biomasse tatsächlich vollständig verbrannt ist (z. B. nur Totholz und Nadelstreu oder auch lebende Baumkronen).
- Komplexität der Berechnung:
Grob kalkuliert setzt ein brennender Hektar Wald je nach Dichte und Baumart zwischen 50 und über 100 Tonnen CO₂ frei – bei brennenden Moorböden (wie im Hohen Venn) liegt dieser Wert aufgrund der tiefen Kohlenstoffschichten jedoch um ein Vielfaches höher.
Offizielle Bilanzen zu den Klimaauswirkungen werden in den kommenden Wochen von den Umweltministerien in Nordrhein-Westfalen und Belgien sowie von Atmosphärenforschern erwartet.
Etwas präziser: Microsofts "Copilot"
Nein – es gibt weiterhin keine offiziellen CO₂‑Schätzungen für die Brände im Hürtgenwald und im Hohen Venn. Das bestätigen alle verfügbaren aktuellen Berichte und Analysen. Die Medien liefern klare Daten zu den betroffenen Flächen, aber keine Angaben zu freigesetzten Emissionen.
Was sicher ist: die bekannten Flächen
• Hürtgenwald: Das Feuer erfasste 200–300 Hektar Waldfläche.
• Hohes Venn: Der Brand betrifft ca. 1600 bis 2000 Hektar Moor- und Waldfläche. Torfmoore speichern über Jahrtausende Kohlenstoff – wenn sie brennen, wird dieser Speicher schlagartig freigesetzt.
Diese Flächenangaben sind gesichert. CO₂‑Mengen jedoch nicht.
Warum es keine CO₂‑Zahlen gibt
Keine Messdaten verfügbar: Weder deutsche noch belgische Behörden haben bisher Emissionsmessungen veröffentlicht.
• Moorbrand = extrem komplex: Um CO₂ zu berechnen, müsste man wissen, wie tief die Torfschichten gebrannt haben, wieviel Biomasse tatsächlich verbrannt ist und wie stark die unterirdischen Glutnester waren Diese Daten liegen nicht vor.
Satellitendienste (z. B. CAMS/GFAS) – liefern zwar globale Emissionsdaten, aber keine öffentlich zugänglichen regionalen Schätzungen speziell für Hürtgenwald oder Hohes Venn.
Was man trotzdem sagen kann (wissenschaftlicher Kontext, keine offiziellen Zahlen)
• Waldbrand (Hürtgenwald)
Typische Emissionsfaktoren für gemäßigte Wälder liegen bei 10–30 Tonnen CO₂ pro Hektar (je nach Vegetation, Feuchte, Verbrennungsgrad).
Für 300 ha wären das grob 3000–9000 Tonnen CO₂ (rein modellhaft, nicht offiziell)
• Moorbrand (Hohes Venn)
Moorbrände sind um Größenordnungen emissionsstärker. Wissenschaftliche Literatur nennt 100 bis 1000 und mehr Tonnen CO₂ pro Hektar, abhängig von Torftiefe und Verbrennungsgrad.
Für 1600–2000 ha könnte das theoretisch 160.000–2.000.000 Tonnen CO₂ bedeuten. (Das ist eine enorme Spannbreite – ohne Messdaten nicht präzisierbar.)
Wichtig: Das sind keine offiziellen Zahlen, sondern nur wissenschaftliche Größenordnungen, um die Dimension zu verstehen.
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