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Wenn sich nicht noch wesentliche Dinge ändern, wird die mittlere Lütticher Straße (von rechts kommt in der Mitte der Hasselholzer Weg) in einigen Jahren so aussehen Der Blick geht Richtung Belgien. // alle Illustrationen: Stadt Aachen

 

aktualisiert 20. Januar 2021
19. Januar 2021

Bürgerinfo Lütticher Straße:
Eine Glanzvorstellung der Verwaltung

Auch wenn es dem einen oder anderen inhaltlich nicht immer gefallen haben dürfte: Kompliment an die Verwaltung für diese Informationsveranstaltung zum aktuellen Reizthema Lütticher Straße.

Bestens vorbereitet und absolut professionell informierten die an den Umbau-Plänen beteiligten Verwaltungsmitarbeiter Isabel Strehle (Leiterin Fachbereich Stadtentwicklung), Uwe Müller (Leiter Dezernat III "Verkehrsplanung und Mobilität"), Dr. Silke Rohder (Abteilungsleiterin Straßenplanung und -bau), Klaus Meiners (stellv. Leiter Fachbereich Umwelt) und Baumschutz-Experte Jürgen Drautmann am Dienstagabend fast zweieinhalb Stunden lang im Internet zum Stand der Dinge und dem, was in den nächsten Wochen und Monaten noch passieren soll, während Dr. Armin Langweg unaufgeregt und stets hellwach die intensivst genutzte Kommentarfunktion ("Chat") bediente und die eingetippten Fragen der Zuschauer zu Hause an den Computern beantwortete oder an die Experten weiterreichte.

266 Internet-Nutzerinnen und Nutzer hatten im Vorfeld der Veranstaltung den angebotenen Online-Fragebogen der Stadt ausgefüllt - genau die Hälfte von ihnen seien Anlieger gewesen, berichtete Langweg.

 

 

Ein eindeutiges Ergebnis brachte die Befragung allerdings nur in einem Punkt: 70 Prozent der Anwohnerinnen und Anwohner erteilten dem in Aussicht gestellten CarSharing-Angebot (Werbung: "Ein CarSharing-Auto ersetzt zehn Privat-Pkw.") eine überraschend deutliche Absage, genauso viele zeigten an einem Pilotversuch kein Interesse.

Harald Beckers vom Presseamt hatte die Moderation übernommen. Da Zwischenrufe technisch nicht möglich waren, hatte er einen vergleichsweise ruhigen Abend.

 

Keine Sekunde Langeweile

Als Isabel Strehle um Punkt 19 Uhr mit den launigen Worten "Auf geht's, oder?" ihr Mikrofon im Foyer von Haus Löwenstein einschaltete und den Abend eröffnete, hatten sich bereits 173 Zuschauerinnen und Zuschauer in den YouTube-Kanal der Stadt eingeklinkt.

Eine Viertelstunde später war ihre Zahl auf 292 angewachsen, in der Spitze kurz vor 20 Uhr verfolgten rund 325 Zuschauerinnen und Zuschauer die spannenden Erläuterungen der Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter.

Dass nach zweieinhalb Stunden immer noch 235 an den Bildschirmen Isabel Strehles Schlusswort hörten, können die Ausrichter des Abends als ausgesprochenen Erfolg verbuchen.

Um nichts weniger als die "Stadt der Zukunft" gehe es ab sofort, hatte Isabel Strehle in ihrer Einleitung angekündigt. Dass für den ersten Schritt zur Erreichung des hohen Zieles die Wahl ausgerechnet auf die Lütticher Straße gefallen war, konnte Dr. Silke Rohder anhand eindrucksvoller Zahlen belegen.

Schon im Jahre 2007 habe die Lütticher Straße bei einer Untersuchung auf einer Skala zwischen 1 und 5 nur noch einen Wert von 3,5 erreicht. "Die Lebensdauer der Straße war schon damals überschritten."

In der Tragschicht seien massive Schäden auszumachen, im Unterbau stecke noch das Kopfsteinpflaster vergangener Jahrzehnte. Fazit: "Die Straße entspricht in keiner Weise mehr den aktuell gültigen Richtlinien."

 

"Radentscheid" warf alles auf Anfang zurück

Verkehrsmanager Uwe Müller hatte zuvor die sich bereits 13 Jahre hinziehende Geschichte der Straßenerneuerung skizziert. 2018 sei man schon einmal kurz vor dem Start des zweiten Bauabschnittes gewesen.

Nach Fertigstellung des ersten Teilstücks zwischen Schanz und Körnerstraße sei das Baumschutzgutachten erstellt gewesen (2017), die Fördermittel waren bewilligt (2018), und eigentlich hätte es losgehen können.

 

Lütticher Str Plan alt

Da wird nichts draus. Der Umbauplan für die Lütticher Straße bis zum Jahr 2018. Damals hätten noch Schutzstreifen am Fahrbahnrand ausgereicht. Dann kam der "Radentscheid" ...

 

Dann kam 2019 der "Radentscheid", 2020 wurden die „Ziele der Mobilitätsstrategie 2030 “ und ein „Integriertes Klimaschutzkonzept“ beschlossen. Die fix und fertigen Pläne für den Umbau wanderten in die Tonne, alles begann wieder bei Null.

Mit der Forderung im Nacken, jährlich fünf Kilometer geschützte Radwege an Hauptverkehrsstraßen bauen zu müssen, folgte eine umfassende Prüfung, welche Hauptverkehrsstraßen radentscheidkonform umgebaut werden können, und die Verwaltung machte sich an die Quadratur des Kreises.

Hatte man bei den alten Plänen noch ziemlich elegant die Interessen aller Beteiligten unter einen Hut bekommen, wurde schnell klar, dass die Umsetzung der radikalen Forderungen des Radentscheides nicht ohne Verluste abgehen würde.

 

Baukosten voraussichtlich 3,6 Millionen Euro

Die Reanimation der Straße wird ihren Preis haben: Rund 3,6 Millionen Euro nach aktuellem Stand, zumindest teilweise zu schultern von den Anwohnern. Ihnen stellte Dr. Silke Rohder eine separate Informationsveranstaltung in Aussicht.

Die RegioNetz wird die Gelegenheit nutzen, sie wird Gas- und Wasserleitungen erneuern und Hausanschlüsse neu verlegen, kann aber erst mit den Arbeiten beginnen, wenn feststeht, was die Stadt wo genau vorhat, damit die Leitungen nachher nicht im Wurzelbereich von irgendwelchen neu gepflanzten Bäumen liegen.

Um die ging es auch, um die wegfallenden knapp 80 Parkplätze (was durch eine Ausweitung der geplanten Bewohnerparkzone U bis zum Amsterdamer Ring/Hohenstaufenalle aufgefangen werden soll) und um die Frage, ob ein Zwei-Richtungs-Radweg auf der stadtauswärts gesehen linken Seite nicht die bessere Lösung gegenüber zwei Einzel-Fahrbahnen sei. Ist sie nicht, wie Uwe Müller anhand zahlreicher Folien und Bilder belegen konnte.

Das Argument des zweimaligen "Zeitverlustes" für die stadtauswärts Radelnden beim Seitenwechsel an der Limburger Straße und später wieder zurück an der Hohenstaufenallle wirkte dabei allerdings arg konstruiert. Da hält die Verkehrsführung in Aachen für Autofahrer noch ganz andere Zumutungen bereit.

Wenigstens in einem Punkt konnte die im Chat zugeschaltete städtische Baurätin Frauke Burgdorff die besorgten Anwohner beruhigen: Eine Straßenbahntrasse sei auf der Lütticher Straße in absehbarer Zeit nicht vorgesehen.

 

Lütticher Straße - Zeitachse

So könnte es in den kommenden Monaten und Jahren mit dem Umbau der Lütticher Straße weitergehen.

 

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© Ulrich Simons
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