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Ulrich Simons

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Was er damit wohl meint? Achim Laschets große Stärke ist, viel zu reden, aber wenig zu sagen. Die Firma Visualtech aus Mainz hat jetzt im Internet einen verbalen Heißluft-Erzeuger veröffentlicht, dessen Hervorbringungen erstaunliche Parallelen zu Armin Laschets wenig- bis nichtssagenden öffentlichen Statements haben. // Foto: Visualtech

 

31. Juli 2021

Sätze wie aus Gummi:
der "Lasch-O-Mat"

Erinnern Sie sich noch an die Phrasen-Dresch-Maschine aus den 1970er Jahren? Das war eine nette Spielerei in der Vor-Internet-Zeit.

In einem kleinen Hartkarton-Umschlag von der Größe eines DIN-C6-Briefumschlages konnte man drei Pappscheibchen drehen, mit deren Hilfe sich aufgeblähte Phrasen und sinnlose Wortungetüme erzeugen ließen. Die erste Scheibe lieferte meist ein Adjektiv oder eine einleitende Floskel, aus Scheibe 2 und 3 ließen sich dann die irrsinnigsten Wortungetüme zusammenbauen.

Mehrere Tausend bedeutungsschwangere Blähwort-Kombinationen waren auf diese Weise durch drehen an den drei Scheibchen möglich, eine unsinniger als die andere.

Ausgedacht hatte sich das Ganze Klaus Birkenhauer (1934-2001), Übersetzer, Schriftsteller und Journalist, Mitbegründer und jahrelanger Leiter des Europäischen Übersetzer-Kollegiums in Straelen am Niederrhein.  

 

Ein kongenialer Nachfolger

Die Visualtech GmbH aus Mainz ist jetzt in Birkenhauers Fußstapfen getreten und hat mit großem Erfolg einen kongenialen Nachfolger im Internet veröffentlicht: den "Lasch-O-Mat".

Wer die Wortmeldungen des CDU-Kanzlerkandidaten in den abendlichen Nachrichtensendungen verfolgt, den beschleicht schnell die Vermutung, dass Armin Laschet sich aus einem nicht besonders umfangreichen Sortiment an Wortstanzen bedient, die er nach Belieben zu wohlklingenden Unverbindlichkeiten zusammensetzt.

Ob Corona, Klimawandel, Jahrhundert-Hochwasser oder die aktuellen Plagiats-Vorwürfe: Armin Laschet eine verbindliche Aussage zu einem tagesaktuellen Thema zu entlocken, ist zu ähnlicher Erfolglosigkeit verurteilt wie der Versuch, einen Pudding an die Wand zu nageln.

Der Enrico Rastelli des pastoralen Satzbaus irrlichtert seit einem Jahr durch die Politik des Landes und verharrt im Ungefähren. Oder er kichert albern in die allgemeine Betroffenheit hinein, wie neulich beim Hochwasser-Besuch an der Ahr.

 

Täuschend echte Fälschungen

Laschets rhetorisches Baukastensystem haben die Tüftler von Visualtech zur Perfektion gebracht: Der "Lasch-O-Mat" bastelt nach Vorgabe eines Stichwortes aus Zitatbausteinen, die Armin Laschet auf Twitter oder in anderen Medien veröffentlich hat, täuschend echte Drei-Satz-Platitüden, die von Laschet sein könnten, aber nicht von ihm sind.

Die gefaketen Laschet-Sätze kann man dann per Klick in ein Wahlplakat exportieren, und stünde da, wo im richtigen Leben immer groß "CDU" steht, nicht "Lasch-O-Mat.de", könnte man das Ganze durchaus für Wahlwerbung der Christdemokraten halten.

Ich habe das spaßeshalber unter anderem mal mit dem Titel dieses Newsletters probiert und war vom Ergebnis (siehe Foto oben) einigermaßen überrascht.

Denn Ende September werde ich tatsächlich 65 (da sind schon ganz andere in den Ruhestand gegangen), und meine Sachbearbeiterin beim Finanzamt hat bereits angedeutet, mein gelegentliches journalistisches Treiben künftig wegen mutmaßlich "fehlender Gewinnerzielungsabsicht" nur noch als Liebhaberei einzustufen und die damit zwangsläufig verbundenen Ausgaben nicht mehr als steuermildernd anzuerkennen.

Dann ziehe ich hier wirklich den Stecker, unabhängig davon, wie das Bundesverfassungsgericht den Fall sieht.

Laschet hätte dann wenigstens einmal zumindest ansatzweise Recht gehabt ...

 

Zum Schluss noch einer gefällig?

Lasch-O-Mat

Foto: Visualtech

 

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© Ulrich Simons
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