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Pressekonferenz im Dressurviereck, das für die WM ins Hauptstadion verlegt wurde. // alle Fotos: Ulrich Simons |
04. August 2026
Weltmeisterliches
Gewusel
Spätestens in Stall 8 wäre man gerne ein Pferd. In drei nigel-nagel-neuen Nasszellen baumeln am langen Galgen die Duschköpfe in der Luft, und die Pfütze am Boden verrät der schwer beeindruckten Journalistenmeute, dass der Probelauf offenbar erfolgreich war.
Draußen sind es über 30 Grad, und man möchte mit keinem der zahllosen emsigen Helferinnen und Helfer tauschen, die wie jedes Jahr beim CHIO auch diesmal das Wunder vollbringen werden: Wenn die Starterglocke in einer Woche zum ersten Mal ertönt, ist auf den Punkt wieder alles fertig.
Das ist seit Jahren so, und das ist jedes Jahr auf Neue unfassbar. Im Champions' Circle, dem weißen Prachtbau am vorderen Abreiteplatz hinter der Turkish Airlines Tribüne beispielsweise. Ein paar Impressionen vom Presserundgang am Dienstagnachmittag ...

Weil das Gelände aus Richtung Krefelder Straße zur Turkish-Airlines-Tribüne hin leicht ansteigt, muss der Höhenunterschied mit viel Holz und Beton ausgeglichen werden, damit den illustren Gästen im Champuons' Circle nicht die Gnocchi vom Teller kullern. Die Unterkonstruktion wird bis zum WM-Auftakt kunstvoll kaschiert sein, aber man muss sie mal gesehen haben. Es hat viel mit Vertrauen zu tun. |

Im Inneren des "Champions Circle", wo sich ab kommender Woche die Hautevolee ein Stelldichein gibt, findet wie schon beim CHIO die jährliche Leistungsschau des holzverarbeitenden und des Elektrohandwerks statt. Und egal, wie schön es nachher aussieht: Alles hat mal als Brett oder Latte angefangen. |

Viel Ähnlichkeit mit einem Restaurant hat es noch nicht, aber auch das wird sich in den kommenden Tagen noch auf wunderbare Weise ändern ... Spannendes Detail am Rande: Nachdem der Boden lag, wurde das gewaltige Dach des Bombast-Zeltes ebenerdig zusammengesetzt und dann an einem Stück hydraulisch angehoben. Dann kamen die Stahlstützen drunter. Technik, die begeistert. |

Im Moment im Restaurant wichtiger als jeder Herd: Klimaanlagen, Klimaanlagen, Klimaanlagen. |

Die Wunderwelt des Pferdesports: Jetzt reisen schon die Vierbeiner mit eigenem Discjockey. "Pferde-DJ" hätte als Berufsbezeichnung in den 1960er Jahren bei Robert Lembke (die Jüngeren bitte mal googeln) garantiert ein volles Schweinderl gebracht. |

Wenn Sie an einem der Wettkampftage in die Soers kommen, verzichten Sie lieber auf Schuhe mit Profilsohlen. Nehmen Sie besser glattes Leder. Der Schotter setzt sich beim Drüberlaufen in jede Ritze, und zu Hause verkratzen Sie sich damit das ganze Laminat, wenn nicht gar das Parkett. Aber man sollte ja sowieso nicht mit Straßenschuhen durch die Wohnung laufen. |

Früher die Attraktion in jedem Varieté und auf jeder Kirmes, ab nächste Woche wieder in der Soers zu bewunden: Ein halbes Dutzend (und mehr) Damen ohne Unterleib. Im Championships-Village mit seinen markanten weißen Pagodenzelten präsentieren sich rund 200 internationale Unternehmen in mehr als 300 Pagoden – ein internationales, hochwertiges Shopping- und Erlebnisdorf, in dem die Besucher von exklusivem Pferde-Equipment über Mode und Lifestyle bis hin zu besonderen Deko-Highlights alles finden, was das Herz begehrt. |

Nicht wiederzuerkennen: Das Dressurstadion, in dem die Voltigierer und Para-Dressurreiter ihre Besten suchen, hat für die Dauer der Weltreiterspiele einen hochwirksamen Wetterschutz erhalten. Ist aber nicht von Dauer. Nach den Spielen wird das Dach wieder abgebaut. Kostenpunkt: im mittleren sechsstelligen Bereich. |

Ein Königreich für ein Pferd: Die neuen Stallungen an der Ecke Hubert-Wienen-Straße verfügen sogar über luxuriöse Duschplätze für die vierbeinigen Stars. |

Vermutlich das wichtigste Gerät in den kommenden 14 Tagen ... |
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