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Ulis Nachschlag 2.0
Was (so) nicht in der Zeitung stand
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Ulrich Simons

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September 2022

08.09.2022 - Katrin Hissels Klage im Mobilitätsausschuss (siehe Beitrag vom 06.09.) war noch nicht ganz verklungen, da holte die Stadt zum Gegenschlag aus und präsentierte das Ergebnis einer Umfrage. Auftraggeber: der Aachener Stadtbetrieb. 400 Aachener waren telefonisch zu Sauberkeit in der Stadt befragt worden, und nur zwei Prozent waren nicht zufrieden. Wie man die 400 ausgewählt hat, verriet die Stadt nicht, sie sollen aber "repräsentativ" gewesen sein. Da waren aber vermutlich auch Leute bei, die noch nie in ihrem Leben nach einer lauen Sommernacht am Samstagmorgen durch die Pontstraße gelaufen sind. Da kann man schon mal auf die Idee kommen, dass fünf Euro Pfand auf einen Pizzakarton nicht schlecht wären.
Zudem bedeutet eine als unsauber empfundene Stadt nicht zwangsläufig, dass sich in den Straßen der Dreck türmt. Vielmehr ist es das Zusammenspiel von verwaisten Geschäften, aggressiven Bettlern, Graffiti-Schmierereien, Zeitungs- und Prospektresten in privaten Haus- und Geschäftseingängen, auf Bürgersteigen herumstehenden und -liegenden Elektro-Röllerchen oder auch Brachen wie am Büchel, die in der Summe diesen Eindruck enstehen lassen. Alles Beispiele, für die der Stadtbetrieb gar nicht zuständig ist.
Wenn Sie daher einen Aachener fragen, ob er seine Stadt dreckig findet, bekommen Sie mit Sicherheit eine ganz andere Antwort, als wenn Sie die Frage einem Touristen stellen. Die Erklärung ist einfach: Der Aachener ist den Dreck gewöhnt.
-> Was dazu in der Zeitung stand

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07.09.2022 - Manchmal hält die morgendliche Lektüre der Tageszeitung noch echte Überraschungen bereit, heute sogar im Doppelpack. Gleich auf der ersten Seite die Schlagzeile: "Umfrage: Große Mehrheit möchte nicht ins Heim". Was nebenbei ein Schlag ins Gesicht ist für all die überwiegend Frauen, die sich dort Tag für Tag auf gut Deutsch "den Arsch aufreißen" und bis zum Umfallen die alten und kranken Menschen versorgen. Die angeblich "repräsentative Befragung" hatte die Deutsche Stiftung für Patientenschutz in Auftrag gegeben. Seltsam nur: Die Kerngruppe der Über-80-Jährigen wurde bei der Studie überhaupt nicht berücksichtigt. - Auf Seite 5 dann eine weitere Umfrage. Diesmal ging es der Bertelsmann-Stiftung um die Jobchancen von jungen Leuten. Fazit für 61 Prozent der befragten Experten aus Wirtschaft, Verwaltung, Bildungspraxis, Wissenschaft und Gesellschaft: Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Jugendliche, die keinen oder maximal einen Ersten Schulabschluss (früher hieß der: Hauptschulabschluss) vorzuweisen haben, werden bis 2030 abnehmen, weil die Schere zwischen Ungelernten und den Anforderungen des Arbeitsmarktes immer weiter auseinanderklafft. Das ist eine Binsenweisheit. Interessanter wäre gewesen, mal zu erfahren, wovon die übrigen 39 Prozent der Befragten ausgehen.

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07.09.2022 - Die alberne Schnittchen-Posse aus dem Rathaus (siehe Beitrag vom 03.09.2022) hat ein anderes Thema in den Hintergrund verdrängt, das wesentlich intensivere Betrachtung verdient gehabt hätte. Nur wenige Tage zuvor hatte die Stadt nämlich einer weitaus größeren CO2-Schleuder den roten Teppich ausgerollt: Weinfest auf dem Katschhof. Eine aktuelle Studie aus Spanien kommt zu dem Ergebnis, dass eine einzige Durchschnittsflasche (0,75 l) Wein vom Anbau der Rebe bis zum finalen Konsum 1,28 kg CO2 in die Atmosphäre ausstößt. Zum Vergleich: Ein Liter Benzin wird von der Förderung bis zum Ausstoß mit im Schnitt 2,3 kg CO2-Emissionen berechnet. Den CO2-Fußabdruck der ganzen Weinbranche hat das Australian Wine Research Institute (AWRI) in einer Studie ermittelt. Ergebnis: Im Jahr 2017 verursachte der gesamte australische Weinsektor 1,6 Mio. Tonnen an CO2-Emissionen. Wer es gerne ausführlicher mag: Der CO2-Fußabdruck von Wein - was Konsumenten dazu wissen sollten

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07.09.2022 - Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Dienstagabend bei Sandra Maischberger: Nein, er glaube nicht an eine Pleitewelle im Winter. Und wörtlich: "Ich kann mir vorstellen, dass bestimmte Branchen einfach erst mal aufhören zu produzieren." (Anm. d. Red.: Bei manch einem hat in der Kindheit die Schaukel aber wirklich zu nahe an der Hauswand gestanden.)

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06.09.2022 - Aachen im Wandel: Von der „Sprudelnden Vielfalt“ der 1980er und 90er Jahre ist nicht mehr viel übrig. Neuerdings laute bei Touristen und Tagesgästen oft das Fazit: „Aachen - einmal und nie wieder!“ Das berichtete jetzt Katrin Hissel vom Aachen Tourist Service (ATS) im Mobilitätsausschuss. Hauptkritikpunkte der Aachen-Gäste: Aggressive Bettler, zu viel Dreck, Leerstände in bester Innenstadtlage. Der erste Busunternehmer, so Hissel, habe bereits sein künftiges Fernbleiben angekündigt mit der Begründung, er könne ja keine Stadtrundfahrten mehr anbieten. Die Vertreter des Einzelhandels stießen ins gleiche Horn, beklagten vor allem die immer schlechtere Erreichbarkeit der Innenstadt. Die Kaufkraft sei dramatisch zurückgegangen, besonders aus dem Umland kämen deutlich weniger Besucher. Den ganzen Bericht lesen Sie hier.

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05.09.2022 - Die Sache mit der Schlafzimmertemperatur (siehe Eintrag vom 26.08.) muss ich noch ein bisschen erklären. Drei Beispiele aus meiner unmittelbaren Umgebung:
• Am 07.10.2020, also vor gut zwei Jahren, beschließt die Bezirksvertretung Aachen-Mitte die Einrichtung eines P+R Parkplatzes an der Hermann-Löns-Allee mit dem Vermerk: "Die Beleuchtung soll nach den ersten Erfahrungen am Standort und unter Berücksichtigung der Auslastung im Weihnachtsverkehr 2020 weiter geplant und ggf. im nächsten Jahr umgesetzt werden." Ergebnis bisher: Es wurden ein paar Schilder aufgehängt. Punkt. Beleuchtung, Befestigung der Buckelpiste und das später auf die Todo-Liste gesetzte WC: Fehlanzeige.
• Am 22.04.2021 bringt der Mobilitätsausschuss nach abgeschlossener Machbarkeitsprüfung den Bau eines neuartigen Fahrrad-Parkcontainers am Bahn-Haltepunkt Schanz auf den Weg. In Doppelstock-Ausführung und mit 32 sicheren Stellplätzen. Das Ding gibt es bis heute nicht. Die anderen 13, die bis September (also jetzt) übers Stadtgebiet verteilt entstehen sollten, übrigens auch nicht.
• Am 09.12.2021 fasst der Mobilitätsausschuss einstimmig den Planungs- und Ausführungsbeschluss für eine zunächst provisorische Mittelinsel auf dem Brüsseler Ring, um in Höhe der Tennisplätze ein sicheres Überqueren der viel- und oft zu schnell befahrenen Straße zu ermöglichen. Auch hierauf warten die Spaziergänger auf der Hermann-Löns-Allee bis heute.
In diesem Sinne: Weiterhin angenehme Ruhe!

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05.09.2022 - Ein bisschen Eigenlob hat noch nie geschadet, und mit falscher Bescheidenheit kann man heutzutage nichts mehr werden. Ich darf daher mal kurz ein paar Reaktionen auf den Neustart meines Nachschlags zusammenfassen:
"Sie sind wieder da, lieber Herr Simons!!! Wie schön (...), weil Menschen wie Sie Geburtshilfe leisten beim Entdecken von Unwichtigkeiten, Irrsinn, doktrinärem Mainstream, Bevormundung … und anderen Dingen, die den Menschen - und einer demokratischen Gesellschaft insgesamt - nicht gut tun." (Barbara K.)
"Wie schön, wieder deine feinen, ein bisschen bösen, aber stets auf den Punkt gebrachten Nachrichten goutieren zu dürfen. Ein Hochgenuss." (Andrea H.)
"Klasse, Uli, freu mich sehr!!!" (Manfred K.)
"Da hat der Uli wieder voll ins Schwarze getroffen." (Ralf R.)
"Fast schon schmerzlich vermisst, dieser Finger in der Wunde der Stadt! Bei dem, was in unserem Städtchen los ist, kann man aber auch schlecht schweigen." (Angelika F.)
"Herrlicher Nachschlag!!! Vielen Dank." (Wilhelm U.)
"Herzlichen Dank für die erheiternden Lacher, die mir Ihre Artikel beschert haben. Wunderbar! Und bitte mehr davon!" (Thomas B.)
"Einfach großartig!" (Frieder L.)

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04.09.2022 - Der Sonder-Ehrenpreis für den besten Kommentar zur Fingerfood-Affäre (s.u.), nachzulesen auf an-online.de, geht an Egidius Conrads für seinen grammatikalisch nicht ganz korrekten, inhaltlich dafür umso treffenderen Hinweis: "Wir wurden wegen einer Frucht aus dem Paradies geworfen, nicht wegen einem Schnitzel."

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03.09.2022 - Schritt für Schritt und unbeirrt nimmt sich Aachens Oberbürger*innenmeister*in Sibylle Keupen mit ihrer Verwaltungsspitze die drängendsten Probleme der Stadt vor. Derzeit offenbar im Fokus: die Fleischerinnung. Als erstes traf es Rolf Gerrards in der Hartmannstraße, der seine legendäre "Hütte 16" beim kommenden Weihnachtsmarkt wohl nicht mehr am Rande des Elisengartens aufbauen darf. Am Freitag dann der nächste Geniestreich: Zur angeblichen Rettung des Klimas gibt es künftig bei Empfängen im Rathaus nur noch fleischlosen Finger-Fummel-Kram. Statt Rostbeef, Schnitzelchen und Schinken auf Toast futtert man lieber den armen Kaninchen ihr Grünzeug weg. Lange Gesichter bei den letzten acht noch verbliebenen Aachener Fleischern. Ich kann mich ja irren, aber der Versuch, das Klima zu retten, indem man im Rathaus nur noch vegetarische Häppchen rundgehen lässt, erscheint mir ähnlich sinnvoll wie das Leeren der Aschenbecher in einem Jumbojet, um das Startgewicht zu verringern. Da kann man aber mal sehen, was vegetarische Ernährung mit dem Gehirn macht.

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02.09.2022 - Eine etwas seltsame Form der Eigenwerbung entdeckte ich am Freitag in meiner Lieblings-Tageszeitung. Der Chefredakteur höchstselbst verwies dort in seiner täglichen Kolumne auf einen Beitrag im Wochenend-Magazin, in dem es um das Thema Kochen ging, fügte aber sogleich den Hinweis hinzu, man könne (wörtlich) "wahlweise auch ein Ei drüber kloppen". Seitdem frage ich mich, was einen Chefredakteur dazu treibt, sein eigenes Produkt so durch den Kakao zu ziehen. Abgesehen davon: Wenn die Geschichte von derartiger (s.o.) "Güte" ist: Warum hat man sie denn überhaupt gedruckt?

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01.09.2022 - Seit Tagen kennt der Strompreis nur noch eine Richtung: Senkrecht nach oben. Doch in dem ganzen Jammern und Wehklagen über den kommenden Winter habe ich bisher ein Thema in meiner Tageszeitung vermisst: Was kommt eigentlich auf die Autobesitzer zu, die man in den letzten Monaten zum Kauf eines E-Mobils überredet hat? Wäre ja nicht schlecht, mal zu erfahren, was demnächst an der Wallbox in der Garage droht. Da hat es sich dann vermutlich erst mal mit der schönen Elektromobilität. Gilt übrigens auch für E-Bikes. Deren Akkus müssen ja auch irgendwie geladen werden. Könnte vielleicht mal jemand meiner ehemaligen Kolleg*innen bei der Stawag nachfragen, oder will man das Thema bei AZ und AN lieber unter der Decke halten?

nternen Energiesparmaßnahmen bei der Stadt Aachen tritt am 1. September in Kraft. Künftig soll u.a. die Temperatur in den Amtsstuben der Verwaltung auf 19 Grad gesenkt werden. Was immer noch zuviel ist: Die ideale Temperatur in Schlafzimmern liegt nach Ansicht von Experten bei 18 Grad.

 

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© Ulrich Simons
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